ETF-Sparplan kostenlos eröffnen: Guide für Anfänger 2026
ETF-Sparplan kostenlos eröffnen: Der praktische Guide für Anfänger 2026
Ein ETF-Sparplan ist eine der besten Möglichkeiten, um mit kleinen regelmäßigen Beträgen langfristig Vermögen aufzubauen. Die gute Nachricht: Du brauchst dafür weder große Geldmengen noch komplizierte Prozesse. Viele deutsche und österreichische Broker ermöglichen es Dir heute, einen ETF-Sparplan komplett kostenlos zu eröffnen – oft sogar mit sparplangebühren von 0 Euro.
In diesem Artikel zeige ich Dir genau, wie Du einen ETF-Sparplan in wenigen Minuten eröffnest, welche Broker 2026 wirklich kostenlos sind, und welche Anfängerfehler Du vermeiden solltest.
Warum ein ETF-Sparplan für Anfänger sinnvoll ist
Bevor wir zur praktischen Anleitung kommen, sollten wir kurz klären: Warum ist ein ETF-Sparplan eigentlich so beliebt?
- Geringe Mindestbeträge: Oft reichen 25€ bis 50€ monatlich aus, um zu starten. Du musst nicht erst Tausende Euro sparen.
- Automatisierung: Der Sparplan läuft automatisch jeden Monat. Du brauchst nicht ständig selbst einzuzahlen oder Entscheidungen zu treffen.
- Kostenlos bei vielen Brokern: Keine Gebühren für die Eröffnung, keine laufenden Verwaltungskosten – das ist seit 2024 Standard.
- Breite Streuung: Schon mit einem einzigen ETF investierst Du in hunderte oder tausende Unternehmen weltweit.
- Langfristiges Vermögensaufbau: Statistisch gesehen haben Sparer, die 20+ Jahre durchhalten, zu über 90% Gewinne gemacht.
Ein Beispiel aus meiner Praxis: Ein Anfänger, der mit 25€ monatlich ab 2015 in einen MSCI-World-ETF spartte, hätte heute bereits über 12.000€ eingezahlt, aber auf dem Konto ca. 18.000€ liegen (Stand 2026). Das ist ein echtes Plus von ca. 50% – ohne großen Aufwand.
Die besten Broker für kostenlose ETF-Sparpläne in Deutschland 2026
Es gibt inzwischen viele Optionen. Hier sind die Top-Broker, die wirklich kostenlos sind:
1. Degiro – Der Favorit für Anfänger
Degiro ist der beliebteste Broker für ETF-Sparpläne im deutschsprachigen Raum. Das hat gute Gründe:
- 0€ Gebühren für ETF-Sparpläne (bei ausgewählten ETFs)
- Über 200 kostenlose ETFs zur Auswahl
- Deutsche Benutzeroberfläche und deutscher Kundensupport
- Erste Sparplanausführung oft schon nach 3-5 Tagen
- Keine Mindestanlage erforderlich
- Einfache, intuitive App
Die Kosten sind bei Degiro wirklich transparent: keine versteckten Gebühren, keine Verwaltungsgebühren. Der Broker verdient sein Geld durch Spreads (Geld-Brief-Spanne), was völlig normal ist.
2. Trade Republic – Für den mobilen Anfänger
Trade Republic hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und ist besonders für mobile Nutzer interessant:
- Komplett per App – keine Desktop-Version nötig
- Sparplangebühren: 0€
- Über 2.000 ETFs zur Auswahl (davon ca. 400 mit 0€ Gebühren)
- Sehr schnelle Kontoeröffnung (ca. 10 Minuten)
- Kostenloses Depot und Verrechnungskonto
Trade Republic ist ideal, wenn Du alles vom Handy aus verwalten möchtest. Die App ist sehr benutzerfreundlich und auch für absolute Anfänger leicht zu bedienen.
3. ING (ehemals ING-DiBa) – Der klassische Bankpartner
Die ING ist eine etablierte Bank mit großem Vertrauen:
- Kostenlose ETF-Sparpläne auf ca. 400 ETFs
- Kombination mit Girokonto möglich
- Deutsche Kundenbetreuung vor Ort
- SEPA-Überweisungen direkt vom Girokonto
Die ING ist eine gute Wahl, wenn Du eine traditionelle Bank bevorzugst und alles aus einer Hand haben möchtest.
4. Comdirect – Die Alternative zur ING
Comdirect bietet ähnliche Konditionen wie die ING:
- 0€ Gebühren auf über 200 ETFs
- Integriertes Girokonto
- Guter Kundenservice
- Regelmäßige Aktionen für Neukunden
Schritt-für-Schritt Anleitung: ETF-Sparplan kostenlos eröffnen
Jetzt zum praktischen Teil. Ich zeige Dir die Eröffnung am Beispiel von Degiro, da dieser Broker bei Anfängern am beliebtesten ist. Bei anderen Brokern läuft es ähnlich ab.
Schritt 1: Account erstellen (5 Minuten)
Gehe auf die Website des Brokers (z.B. degiro.de) und klicke auf „Konto eröffnen” oder „Jetzt anmelden”.
Du wirst nach folgendem gefragt:
- E-Mail-Adresse
- Passwort (sicher wählen!)
- Vorname und Nachname
- Geburtsdatum
- Wohnort und Adresse
- Telefonnummer
- Beruf und Einkommen (wird nicht überprüft, nur für Bonität relevant)
Tipp: Nutze für die E-Mail eine Adresse, auf die nur Du Zugriff hast. Diese ist später wichtig für sicherheitskritische Benachrichtigungen.
Schritt 2: Legitimation per VideoIdent oder PostIdent
Um ein Wertpapierdepot zu eröffnen, musst Du Dich legitimieren. Die meisten Broker bieten heute VideoIdent an – das geht in ca. 5 Minuten vom Sofa aus:
- Du erhältst einen Link zu einem VideoIdent-Termin
- Ein Mitarbeiter verifiziert per Videocall Deine Identität
- Du zeigst Deinen Personalausweis oder Pass in die Kamera
- Fertig – meist ist das Konto bereits nach 1-2 Tagen freigegeben
Alternativ kannst Du bei einigen Brokern auch per PostIdent legitimieren, das dauert aber länger (3-5 Tage).
Schritt 3: Geldanlage hinzufügen
Nach der Freigabe Deines Kontos loggst Du Dich ein und navigierst zum Punkt „Geldanlage” oder „Einzahlung”.
- Gebe an, wie viel Geld Du einzahlen möchtest (z.B. 500€ zum Start)
- Wähle die Zahlungsmethode: SEPA-Überweisung (kostenlos) oder Kreditkarte
- Die Überweisung dauert normalerweise 1-2 Arbeitstage
Anfänger-Tipp: Zahle nicht zu viel auf einmal ein. 500€ zum Start reicht völlig aus, um erste Erfahrungen zu sammeln.
Schritt 4: Einen passenden ETF wählen
Das ist oft der kniffligste Punkt für Anfänger. Hier meine Empfehlung:
Für absolute Anfänger: Wähle einen der folgenden 3 ETFs:
- MSCI World ETF (z.B. iShares Core MSCI World UCITS ETF USD – ISIN: IE00B4L5Y983): Investiert in ca. 3.000 große Unternehmen weltweit. Das ist der beliebteste ETF für Anfänger.
- FTSE All-World ETF (Vanguard FTSE All-World UCITS ETF – ISIN: IE00B3RBWM25): Ähnlich wie MSCI World, aber mit zusätzlichen Schwellenländern. Etwas breiter gestreut.
- MSCI World + Emerging Markets Combo: Wenn Du es noch breiter haben möchtest, kombiniere 70% MSCI World mit 30% MSCI Emerging Markets.
Warum diese ETFs? Sie sind:
- Sehr kostengünstig (TER unter 0,5% pro Jahr)
- Bei allen großen Brokern erhältlich und oft sparplanfähig
- Statistisch bewiesen langfristig rentabel
- Breit gestreut (kein Einzelaktien-Risiko)
Schaue auf der Brokerseite nach, welche ETFs gebührenfrei sind. Bei Degiro sind z.B. über 200 ETFs mit 0€ Sparplangebühren erhältlich.
Schritt 5: Sparplan-Parameter festlegen
Nachdem Du Deinen ETF ausgewählt hast, klickst Du auf „Sparplan erstellen” oder ähnlich. Dann gibst Du folgende Infos ein:
- ISIN/Tickersymbol: Der Code des ETFs (wird automatisch gefunden)
- Sparbetrag: z.B. 50€ monatlich (später jederzeit änderbar)
- Sparrhythmus: Monatlich (empfohlen), Quartal oder jährlich
- Startdatum: Oft der nächste Monatserste
- Automatische Ausführung: Aktivieren, damit es automatisch läuft
Wichtig: Der Sparbetrag ist NICHT in Stein gemeißelt. Du kannst ihn jederzeit anpassen oder den Sparplan pausieren.
Schritt 6: Fertig – Jetzt läuft es automatisch
Das war’s! Dein Sparplan ist aktiv. Du brauchst jetzt nichts weiter zu tun. Der Broker:
- Zieht jeden Monat automatisch den Sparbetrag ein
- Kauft zum festgelegten Termin automatisch Anteile des ETFs
- Gibt Dir Transaktionsbestätigungen per E-Mail
Welche Fehler solltest Du als Anfänger vermeiden?
Nach Jahren mit Anfängern habe ich folgende häufige Fehler identifiziert:
Fehler 1: Zu viele verschiedene ETFs gleichzeitig kaufen
Anfänger denken oft: „Wenn ein ETF gut ist, sind 5 ETFs noch besser!” Das führt zu unnötiger Komplexität.
Lösung: Starte mit genau einem ETF (z.B. MSCI World). Du kannst später immer noch diversifizieren. Ein einziger MSCI-World-ETF ist bereits ausreichend gestreut (über 3.000 Unternehmen).
Fehler 2: Den Sparbetrag zu hoch wählen
Viele setzen sich vor, 500€ monatlich zu sparen, schaffen es aber nach 3 Monaten nicht mehr.
Lösung: Starte mit einem Betrag, den Du garantiert halten kannst. Lieber 50€ dauerhaft als 500€ für 3 Monate. Du kannst den Sparbetrag später jederzeit erhöhen.
Fehler 3: Ständig den Kontostand checken und in Panik geraten
Besonders während Marktabstürzen schauen Anfänger ständig ins Depot und werden nervös, wenn es fällt.
Lösung: Einen ETF-Sparplan ist ein langfristiges Projekt (20+ Jahre). Checke Dein Depot maximal 1-2x pro Jahr. Marktabstürze sind NORMAL und sogar günstige Kaufgelegenheiten.
Fehler 4: Nicht über Sparplankosten nachdenken
Manche Broker nehmen für Sparpläne Gebühren (0,50€ bis 3,50€ pro Ausführung). Bei 50€ monatlich sind das dann 6-42€ pro Jahr – das ist krass!
Lösung: Wähle einen Broker mit 0€ Sparplangebühren. Das ist heute Standard und kostet Dich nichts.
Fehler 5: Den ersten Kaufzeitpunkt zu perfekt treffen wollen
Anfänger warten oft auf den perfekten Einstiegspunkt: „Ich warte noch, bis der Kurs sinkt…”
Lösung: Es gibt keinen perfekten Einstiegspunkt. Mit einem Sparplan kaufst Du automatisch günstiger in Abwärts-Phasen und teurer in Aufwärts-Phasen – das gleicht sich langfristig aus. Der beste Zeitpunkt ist JETZT.
Wie viel sollte ich monatlich sparen? Ein praktisches Beispiel
Das ist eine häufige Frage. Hier sind realistische Szenarien:
| Monatlicher Sparbetrag | Nach 10 Jahren (angenommen 7% p.a.) | Nach 20 Jahren |
| 25€ | 3.900€ | 10.200€ |
| 50€ | 7.800€ | 20.400€ |
| 100€ | 15.600€ | 40.800€ |
| 500€ | 78.000€ | 204.000€ |
Wie Du sehen kannst: Es geht nicht um große Beträge. Schon 50€ monatlich führen zu ordentlichen Ergebnissen. Und 100€ monatlich ist langfristig ein kleiner Vermögen.
Meine Empfehlung für Anfänger: Starte mit 50-100€ monatlich. Das ist machbar, aber nicht zu unbedeutend.
Die Kosten im Blick: Was kostet ein ETF-Sparplan wirklich?
Viele denken, dass ein kostenloses Depot wirklich kostenlos ist. Das stimmt – teilweise. Hier sind die echten Kosten:
1. Sparplangebühren
Die sollten 0€ sein. Bei den von mir empfohlenen Brokern ist das der Fall. Punkt.
2. TER (Total Expense Ratio) – Die jährliche Gebühr des ETFs
Diese Gebühr ist in der ETF-Performance bereits eingerechnet. Typischerweise:
- MSCI-World-ETFs: 0,20-0,30% pro Jahr
- FTSE-All-World-ETFs: 0,22% pro Jahr
- Branchen-ETFs: 0,40-0,60% pro Jahr
Bei einem Investment von 10.000€ zahlst Du also ca. 20-30€ pro Jahr für einen MSCI-World-ETF. Das ist niedrig und völlig normal.
3. Spreads (Geld-Brief-Spanne)
Das ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis. Bei großen ETFs wie MSCI World ist der Spread oft nur 2-3 Cent pro Anteil – das ist vernachlässigbar.
4. Steuern (später)
Gewinne werden erst bei Verkauf oder Thesaurierung (bei ausschüttenden ETFs) relevant. Das ist ein Thema für später, nicht jetzt.
Fazit zu den Kosten: Ein kostenloses ETF-Depot mit 0€ Sparplangebühren kostet Dich praktisch nichts. Die einzigen laufenden Kosten sind die TER des ETFs (0,2-0,3%), die aber völlig normal und niedrig sind.
Was Du über Steuern auf ETF-Sparpläne wissen musst
In Deutschland sind ETF-Sparpläne steuereinfach – das ist ein großer Vorteil:
- Sparerpauschbetrag: Jeder Deutsche hat einen Sparerpauschbetrag von 1.000€ pro Jahr (2026). Gewinne darunter sind steuerfrei.
- Abgeltungssteuer: Darüber hinaus werden Gewinne mit 26,375% besteuert (inklusive Solidaritätszuschlag).
- Automatische Abführung: Der Broker führt Steuern automatisch ab – Du brauchst Dich nicht selbst darum kümmern.
Bei kleinen Sparplänen (50-100€ monatlich) zahlst Du in den ersten 5-10 Jahren oft überhaupt keine Steuern, da die Gewinne gering sind.
Sicherheit: Ist Dein Geld im ETF-Sparplan sicher?
Das ist die wichtigste Frage für Anfänger. Hier die gute Nachricht:
Deine Wertpapiere (ETFs) sind sehr sicher: Sie gehören Dir und nicht dem Broker. Selbst wenn der Broker pleite geht, gehört Dir Dein ETF. Das wird durch Gesetze geregelt.
Dein Geld auf dem Verrechnungskonto ist auch sicher: Es ist durch die deutsche Einlagensicherung geschützt (bis 100.000€). Das bedeutet, selbst wenn die Bank pleite geht, bekommst Du Dein Geld zurück.
Deshalb sind regulierte Broker wie Degiro, Trade Republic, ING und Comdirect vollkommen sicher. Sie alle sind in Deutschland reguliert und durch Einlagensicherungsfonds geschützt.
Die beste Strategie: Dollar-Cost-Averaging
Das ist ein wichtiges Konzept, das Du verstehen solltest.
Dollar-Cost-Averaging (DCA) bedeutet: Du investierst regelmäßig den gleichen Betrag, unabhängig davon, wie der Markt gerade steht.
Beispiel:
- Januar: 100€ → Du kaufst 10 Anteile zu 10€ (kostet dich 100€)
- Februar: 100€ → Der Kurs ist gesunken auf 8€ → Du kaufst 12,5 Anteile (kostet dich 100€)
- März: 100€ → Der Kurs ist gestiegen auf 12€ → Du kaufst 8,3 Anteile (kostet dich 100€)
Das Ergebnis: Du hast 30,8 Anteile für 300€ gekauft – ein Schnitt von 9,74€ pro Anteil. Das ist günstiger als der Durchschnittskurs von 10€ im Monatsdurchschnitt!
Ein ETF-Sparplan funktioniert automatisch nach diesem Prinzip. Du brauchst Dich nicht selbst darum zu kümmern. Das ist einer der größten Vorteile gegenüber aktiven Investitionen.
Wann solltest Du mit dem ETF-Sparplan starten?
Die Antwort ist einfach: JETZT
Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt. Die Statistik zeigt: Der beste Zeitpunkt zu investieren ist immer heute. Der zweitbeste Zeitpunkt ist morgen. Es ist besser, heute mit 50€ zu starten, als in 6 Monaten mit 500€, weil Du die 6 Monate Gewinne verpasst.
Mit einem Sparplan spielst Du nicht gegen die Zeit – Du spielst mit der Zeit. Je länger Du sparst, desto mehr profitierst Du vom Zinseszins-Effekt.
Häufige Fragen zum Umgang nach Kontoeröffnung
Nach der Eröffnung haben Anfänger oft Fragen zu ihrem laufenden Sparplan:
Kann ich meinen Sparplan pausieren?
Ja, jederzeit. Bei jedem Broker kannst Du den Sparplan auf Pause setzen. Das ist sinnvoll, wenn Du kurzfristig weniger Geld hast. Es gibt keine Strafen dafür.
Was passiert, wenn das Geld nicht ausreicht?
Der Broker versucht am Ausführungstag, das Geld einzuziehen. Wenn nicht genug auf dem Konto ist, wird die Sparplan-Ausführung einfach skipped (übersprungen). Es gibt keine Strafgebühren oder Mahnungen.
Kann ich die Sparplanung erhöhen oder senken?
Ja, in Sekundenschnelle. Die meisten Broker ermöglichen es, den Sparbetrag direkt in der App anzupassen. Die Änderung gilt oft schon bei der nächsten Ausführung.
Kann ich zwischen verschiedenen ETFs wechseln?
Ja, aber mit einer Einschränkung: Du müsstest die alten ETFs verkaufen und die neuen kaufen. Das kostet minimal (Spreads), aber es entstehen. Meine Empfehlung: Stick with it. Ändere Deinen ETF nicht ständig.
Die psychologische Komponente: Warum viele aufgeben
Hier eine unbequeme Wahrheit: Der größte Feind eines erfolgreichen ETF-Sparplans ist nicht der Markt – es ist Dein Hirn.
Die psychologischen Fallstricke:
- Ungeduld: Nach 2 Jahren fragst Du: „Wieso habe ich nur 3.000€ statt erwarteter 5.000€?” Antwort: Markttrends sind keine Geraden. Gib dem Markt Zeit.
- Angst bei Kursabstürzen: Im März 2020 war der Markt im Absturz. Viele sind ausgestiegen. Dämlich. Die, die weitermachten, verdienen jetzt 50% mehr.
- Überoptimismus in Bullenmärkten: Wenn alles nach oben geht, denkst Du „Jetzt kann ich mehr riskieren”. Oft passiert dann genau das Gegenteil.
Die Lösung: Automatisierung ist Dein bester Freund. Mit einem Sparplan denkst Du nicht nach – es passiert einfach. Das psychologische Biasing wird dadurch zu über 80% eliminiert.
Benchmarking: Wie gut läuft Dein ETF-Sparplan?
Eine wichtige Frage: Wie weißt Du, ob Dein ETF gut läuft?
Das ist einfach: Du vergleichst ihn mit seiner Benchmark (Vergleichsindex).
- MSCI World ETF: Benchmark ist der MSCI World Index
- FTSE All-World ETF: Benchmark ist der FTSE All-World Index
Die meisten Broker zeigen Dir die Benchmark direkt in der App. Wenn Dein ETF 7% Gewinn macht und der Index 7,5% macht, dann läuft Dein ETF normal (die 0,5% Differenz ist die TER und der Spread).
Wichtig: Vergleiche nicht mit anderen Geldanlagen oder Einzelaktien. Das ist ein klassischer Anfängerfehler. Dein MSCI-World-ETF wird nie besser laufen als eine zufällig gewählte Einzelaktie in guten Zeiten – aber über 20 Jahre ist er deutlich besser und sicherer.
Nächste Schritte nach erfolgreicher Eröffnung
Wenn Dein Sparplan läuft, sind das die nächsten sinnvollen Schritte:
- Nach 1 Jahr: Überprüfe, ob Du den Sparbetrag erhöhen kannst. Oft ist es möglich, noch 50€ mehr zu sparen, ohne es zu bemerken.
- Nach 3-5 Jahren: Wenn das Portfolio wächst, kannst Du überlegen, eine zweite Säule hinzuzufügen (z.B. 70% MSCI World, 30% Emerging Markets). Das ist aber völlig optional.
- Nach 10 Jahren: Überprüfe Deine Strategie. Reicht Dir ein ETF noch, oder brauchst Du eine komplexere Struktur? Meist reicht ein ETF für die ganze Zeit.
Und was ist mit Kryptowährungen oder anderen Investments?
Das ist eine oft gestellte Frage. Meine kurze Antwort: Fokussier Dich erst auf deinen ETF-Sparplan.
Kryptowährungen sind nicht für Anfänger und schon gar nicht für Sparpläne geeignet. Sie sind zu volatil.
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